Staatliche Förderung zur Immobilienfinanzierung
Durch den Wegfall der Eigenheimzulage ist es für Immobilienkäufer zunehmend schwerer geworden, für die Finanzierung ihrer Immobilie staatliche Förderzulagen zu bekommen. Gerade Familien konnten sich durch die Eigenheimzulage den Traum von einer Immobilie erfüllen.
Dennoch gibt es auch ohne diese Förderung Möglichkeiten, günstig eine Immobilie zu finanzieren und auch staatliche Förderkredite in Anspruch zu nehmen.
Allen voran wären da Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau zu nennen. Diese werden beantragt über die Bank, die die Immobilie zu einem Großteil finanziert. Denn KfW-Kredite können nur zu maximal 1/3 der für die Finanzierung benötigten Summe gewährt werden. Außerdem ist Voraussetzung, dass der Erwerber die Immobilie auch selbst nutzt.
Zwar ist infolge der Finanzkrise der Zinssatz eines KfW-Kredites nicht unbedingt interessant, aber ein KfW-Kredit hat den Vorteil, dass er mindestens ein Jahr tilgungsfrei gestellt wird, was einem Erwerber zu Beginn seiner Finanzierung sicher entgegen kommt.
Ähnlich vorteilhaft sind Darlehen der Bundesländer, die allerdings nur dann gewährt werden, wenn der Erwerber mindestens zwei Kinder hat und nachweisen kann, dass er über eine bestimmte Mindestsumme an Eigenkapitel, meist sind es 10.000 €, verfügt. Die Darlehen sind zinslos, allerdings mit einem sehr hohen Tilgungsanteil versehen was den Vorteil hat, dass während der ersten Zinsbindungsphase eine stattliche Summe des Darlehens getilgt wird.
Im Übrigen nutzt das Hinterhertrauen nach der Eigenheimzulage wenig, zumal der Gesetzgeber nunmehr die Möglichkeit geschaffen hat, die Zulagen aus der Riester-Rente alternativ auch in den Erwerb selbstgenutzten Wohneigentums einfließen zu lassen. Da diese Förderungsmöglichkeit relativ neu ist, können die Zulagen zwar in einen extra zertifizierten Bausparvertrag eingezahlt werden. Allerdings kann dieser zunächst nur über ein Vorausdarlehen für die Finanzierung genutzt werden.